Impfungen

aktueller Impfkalender
Hier finden sie alle Informationen und Empfehlungen der Ständigen Impfkommission:
Impfung gegen Meningokokken ACWY
Empfohlen ist die Impfung gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W und Y (MenACWY) für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 12-14 Jahren, unabhängig vom Impfstatus.
- Es soll 1 Impfstoffdosis eines altersgerecht zugelassenen quadrivalenten Konjugatimpfstoffs (MenQuadfi, Menveo oder Nimenrix) gemäß Fachinformation verabreicht werden. MenACWY-Nachholimpfungen sollen bis zum Alter von 25 Jahren erfolgen.
- Eine Auffrischimpfung wird derzeit nicht von der STIKO empfohlen.
- Bei bestimmten Indikationen, z. B. bei Personen mit angeborener oder erworbener Immundefizienz oder bei Reisenden ist eine MenACWY-Impfung unabhängig vom Alter empfohlen
- Die MenACWY- Konjugat-Impfstoffe sind in Deutschland ab dem Alter von 6 Wochen (Nimenrix) bzw. ab dem Alter von 12 Monaten (MenQuadfi) bzw. ab dem Alter von 2 Jahren (Menveo) zugelassen.
- Aktuell kann die Impfung noch nicht über die Versichertenkarte abgerechnet werden. Wir müssen Ihnen ein Rezept über den Impfstoff ausstellen, das Sie in der Apotheke bezahlen und den Impfstoff durch die Apotheke in die Praxis liefern lassen (Einhaltung der Kühlkette ). Von uns bekommen Sie eine Privatrechnung für die Impfleistung. Beide Rechnungen müssen Sie dann zur Erstattung bei Ihrer Krankenkasse einreichen.
RSV Prophylaxe
- Säuglingsimmunisierung (RSV-Prophylaxe): Der monoklonale Antikörper Nirsevimab (Beyfortus) ist für alle Neugeborenen und Säuglinge < 1 Jahr unabhängig von möglichen Risikofaktoren in ihrer 1. RSV-Saison empfohlen. Säuglinge, die zwischen April und September geboren sind, sollen Nirsevimab möglichst im Herbst vor Beginn ihrer 1. RSV-Saison erhalten.
- Neugeborene jeglichen Gestationsalters, die während der RSV-Saison (meist zwischen Oktober und März) geboren werden, sollen die RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab möglichst rasch nach der Geburt erhalten, idealerweise bei Entlassung aus der Geburtseinrichtung bzw. bei der U2-Untersuchung (3. bis 10. Lebenstag).
- Neugeborene mit postnatal längerem stationären Aufenthalt sollten Nirsevimab rechtzeitig vor der Entlassung erhalten, wenn der Aufenthalt in die RSV-Saison fällt. Eine passive Immunisierung mit Nirsevimab kann auch bereits während des Klinikaufenthalts erwogen werden, wenn dies zur Vermeidung von nosokomialen Infektionen sinnvoll erscheint.
- Eine versäumte Nirsevimab-Gabe soll schnellstmöglich innerhalb der 1. RSV-Saison und spätestens bis zum 1. Geburtstag nachgeholt werden.
- Die Einmaldosis beträgt bei Neugeborenen bzw. Säuglingen mit einem Körpergewicht < 5 kg 50 mg und bei Säuglingen mit einem Körpergewicht ≥ 5 kg 100 mg. Nirsevimab wird i. m. in den anterolateralen Oberschenkel verabreicht. Die Gabe kann gleichzeitig mit oder in beliebigem Abstand zu den Standardimpfungen des Säuglingsalters erfolgen.
- Bei Säuglingen, die bereits eine labordiagnostisch gesicherte RSV-Infektion durchgemacht haben, ist in der Regel keine Nirsevimab-Prophylaxe erforderlich. Für gesunde Neugeborene, deren Mütter während der aktuellen Schwangerschaft eine RSV-Impfung erhalten haben, ist in der Regel keine Nirsevimab-Gabe erforderlich. Handelt es sich um Neugeborene mit bekannten Risikofaktoren oder wurde die maternale Impfung in einem Zeitraum von weniger als 2 Wochen vor der Geburt verabreicht, wird zusätzlich eine RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab empfohlen.
- Bei Kindern mit bekannten Risikofaktoren kann individuell über die Anwendung von Palivizumab (Synagis) oder Nirsevimab (Beyfortus) entschieden werden. Eine parallele oder sequenzielle Gabe von Palivizumab ) und Nirsevimab (Beyfortus) wird in der Regel nicht empfohlen.
Pneumokokken Impfung bei Kinder und Jugendlichen mit Risikofaktoren
- Impfung gegen Pneumokokken bei Kindern ab 2 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen mit Risikofaktoren (angeborene oder erworbene Immundefekte, chronische Krankheiten wie z.B. chronische Herz- Kreislauferkrankungen z.B. Asthma bronchiale, Stoffwechselkrankheiten z.B. Diabetes mellitus, neurologische Krankheiten z.B. Zerebralparese oder Anfallsleiden, anatomische und fremdkörperassoziierte Risiken für Pneumokokken- Meningitis z.B. Liquorfistel oder Cochlea- Implantat) wird eine einmalige Pneumokokken-Impfung mit PCV20 empfohlen.
- Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Risikofaktoren ohne bisherige Pneumokokken-Impfung sollen einmalig PCV20 erhalten. Wurde in der Vergangenheit mindestens eine Impfstoffdosis PCV13 oder PCV15 verabreicht, soll PCV20 in einem Abstand von 1 Jahr zur vorherigen Impfung angewendet werden.
